Körpergeruch umfasst alle riechbaren Körperausdünstungen von Menschen über die Haut und im weiteren Sinne auch aus anderen Körperöffnungen abgesondert werden. Am deutlichsten wahrnehmbar ist der Geruch von Schweiß, wobei nur die Absonderungen der apokrinen Schweißdrüsen riechen, die vor allem in den Achseln sitzen. Bei der bakteriellen Zersetzung der im Achselschweiß enthaltenen Substanzen entstehen Gerüche, die als ekelig, unangenehm und abstoßend empfunden werden. Doch der Geruch kann auch auch als potenziell erotisierend wahrgenommen werden, da die Achselschweiß-Substanz Androstenon ein Abbauprodukt des Sexualhormons Testosteron ist.
Jeder Mensch besitzt einen genetisch festgelegten, individuell einzigartigen Körpergeruch, der nur bei eineiigen Zwillingen identisch ist. Für den körpereigenen Basisgeruch sind vor allem zerfallende Proteine verantwortlich, der so genannte MHC-Komplex, der genetisch festgelegt und bei jedem Menschen unterschiedlich ist. Je näher die genetische Verwandtschaft, desto ähnlicher ist der Körpergeruch. Wissenschaftler sprechen auch von einem Familiengeruch.
Häufig
tritt verstärkter Körpergeruch bei Jugendlichen während der Pubertät oder bei
älteren Menschen auf, bei denen auch das eigene Riechvermögen nachlässt. Zudem
können verschiedene Gerüche auf Krankheiten wie Diabetes (Azetongeruch) und
Leberschäden (Ammoniakgeruch) hinweisen.
Ob
verschiedene Ethnien unterschiedliche Körpergerüche haben, ist wissenschaftlich
nach wie vor nicht eindeutig geklärt. Der am deutlichsten wahrnehmbare Geruch
ist die Achselschweiß-Substanz Androstenon. Mittlerweile gilt als sicher, dass
nicht alle Ethnien die gleiche Anzahl von Schweißdrüsen haben. „Koreaner haben
fast gar keine apokrinen Schweißdrüsen und also auch so gut wie keinen
Körpergeruch; Chinesen haben wenige, Japaner mehr, Weiße noch mehr und Schwarze
am meisten. Dazu hinterlassen manche Nahrungsgewohnheiten ihre Spuren im Schweiß