Frischer Schweiß ist nahezu geruchlos. Erst durch den Abbau langkettiger Fettsäuren zu kleineren Molekülen wie Ameisensäure oder Buttersäure wird der typische Schweißgeruch erzeugt. Für diese chemische Umwandlung sind Bakterien der Hautflora verantwortlich.
Talgreiche Hautregionen, wie
zum Beispiel Stirn, Nase und Nasolabialfalten, werden überwiegend von
lipophilen, also fettliebenden Keimen besiedelt. Dazu zählen die schon
erwähnten Coryne- und die Propionibakterien, aber auch bestimmte
Staphylokokken.
Die Bakterien vermehren sich in den Schweiß- und Talgdrüsen, gelangen
durch diese Sekrete auf die Hautoberfläche und besiedeln uns dadurch vom
Kopf bis zu den Zehenspitzen. Zu den häufigsten Hautkeimen zählt
Staphylococcus epidermidis, der friedlich auf uns lebt und als
Infektionserreger so gut wie keine Bedeutung hat.